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Norwegen  2003 
 S├╝dnorwegen

Vom 26.06.2003 bis 18.07.2003 zog es uns mit dem Wohnmobil in dieses sch├Âne nordeurop├Ąische Land. Wir waren 10 Jahre zuvor schon mal da und waren schon ganz gespannt, ob unsere damaligen Eindr├╝cke sich wiederholen w├╝rden.

Das wir unseren n├Ąchsten Besuch Norwegens so lange aufgeschoben haben, lag nat├╝rlich in erster Linie an unserem Hund Max, da Tiere ja lange Zeit in Quarant├Ąne mu├čten.Die Vorschriften sind mittlerweile deutlich lockerer und so kompliziert es sich auch noch anh├Âren mag, mit dem richtigen Tierarzt an der Seite bew├Ąltigt man das im Nu.

TIP:
Die Einreise mit Hund ist ├╝ber Schweden ratsamer, da die F├Ąhrstrecken k├╝rzer sind. Die Einreisevorschriften sind hier auch etwas leichter.

Infos ├╝ber Norwegen:

Norwegen ist 324.000 km┬▓ gro├č (fast so gro├č wie Deutschland) und die Einwohnerzahl liegt in etwa bei 4,5 Mio.
Damit ist Norwegen nach Island das am d├╝nnsten besiedelte Land Europas.
80 % der Einwohner leben in Sichtweite der K├╝ste,
woraus man folgern kann, da├č ein Gro├čteil der Landesfl├Ąche aus
Gebirgs- und ├ľdland besteht.
Ca. 71 % der Norweger wohnen in den St├Ądten und Ballungsgebieten,
und 29 % machen die Landbev├Âlkerung aus.

Die gr├Â├čten und wichtigsten St├Ąde des Landes (Oslo, Bergen, Trondheim, Stavanger und Kristiansand) liegen alle in den s├╝dlicheren Landesteilen.

Die Norweger sprechen nat├╝rlich norwegisch, aber als Gast des Landes kommt man mit den sehr freundlichen und gastlichen Menschen
bestens in Englisch aus.

Das soll hier erstmal gen├╝gen, denn offizielle Infos ├╝ber das Land bekommt
man ja an vielen Stellen, wir warten lieber mit
unseren eigenen Eindr├╝cken auf.

Donnerstag, 26.06.2003

Voller Vorfreude ging es noch direkt nach dem Einpacken los,
denn der Weg nach Norwegen ist weit.
Um 20.00 Uhr verliessen wir Gelsenkirchen Richtung Norden und dann immer geradeaus *g*. Das Wetter war sch├Ân, sonnig bei ca. 25┬░C und so
haben wir noch 352 km zur├╝ckgelegt.
Um 0.30 Uhr hat uns jedoch die M├╝digkeit ereilt und ein gutes St├╝ck hinter Hamburg zum ├ťbernachten gebracht.

Freitag, 27.06.2003

Um 9.00 Uhr ging es weiter dem gro├čen Abenteuer entgegen.
In D├Ąnemark angekommen, haben wir den Weg ├╝ber die Inseln Als und
F├╝nen per F├Ąhre abgek├╝rzt
Das lohnt sich aber nicht, da es zu teuer und zu zeitaufwendig ist. 

TIP:
F├Ąhrverbindung Puttgarden (Fehmarn) - Rodbyhavn (DK)
und dann die ├ľresundbr├╝cke oder weiter zur F├Ąhre
Helsing├Âr (DK) - Helsingborg (SWE).

Es wurde ein langer Fahrtag, denn wir passierten die Br├╝cke ├╝ber den Gro├čen Belt und die ├ľresundbr├╝cke noch an diesem Tag.
Beide Br├╝cken lohnen sich allein wegen Ihrer Aussicht ├╝ber die Gew├Ąsser
befahren zu werden.
Das Einklarieren unseres Hundes Max verlief so problemlos, da├č wir nur allen, die mit Hund nach Skandinavien m├Âchten sagen k├Ânnen, es ist alles leichter, als es sich in den Vorschriften anh├Ârt, man mu├č es nur rechtzeitig genug in Angriff nehmen.Fragen dazu beantworten wir gerne.
Die zweite Nacht verbrachten wir also schon in Schweden, nach insgesamt 766 km Fahrt bei strahlendem Sonnenschein, in der N├Ąhe von Uddevalla.

Samstag, 28.06.2003

Hurra, Norwegen wurde erreicht !!

Nach 345 km Fahrt erreichten wir den kleinen Ort Rodberg, den wir als erstes Etappenziel ausgesucht hatten. Dort war gerade ein kleines Volksfest, auf dem unter anderem Oldtimer versteigert wurden, die alle wundersch├Ân anzusehen waren.

Da nach anf├Ąnglichem Regen gegen nachmittag doch das Wetter noch sch├Ân wurde, spazierten wir noch um den Stausee des dortigen Wasserkraftwerkes ÔÇťNore IÔÇŁ, das zu den gr├Â├čten der Welt z├Ąhlt. 

Sonntag, 29.06.2003

Sehr fr├╝h ging es bei leichtem Nieselregen weiter ├╝ber die Reichsstra├če 40 in Richtung Geilo und ├╝ber die E7 zur R50 in Richtung Aurland.
F├╝r alle die Landschaft pur und Gebirgspanorama m├Âgen ist diese Strecke ein MUSS. Mitten auf einem Hochplateau haben wir dann Rast gemacht und wollten zu einem Wasserfall wandern, sind aber an einer vereisten Schneefl├Ąche gescheitert, f├╝r die wir nicht das richtige Schuhwerk besa├čen.

Im ├╝brigen h├Ątte man den Wasserfall von der linken Seite ganz einfach ├╝ber eine Br├╝cke erreichen k├Ânnen *g*, aber das w├Ąr ja zu leicht gewesen *fg* (richtig vermutet: wir habens einfach nicht gesehen !!)

Weiter ging es ├╝ber die R50 durch 7 Tunnel mit einer Gesamtl├Ąnge von ca. 20 km, ein weitere Zwischenstopp ist hier unbedingt erforderlich, (wir waren sehr froh, da├č es inzwischen aufgeklart hatte und nicht mehr regnete) denn von der Vossbygda aus hat man nach dem letzten Tunnel eine gigantische Aussicht ├╝ber das Aurlandtal, das nicht nur vom Namen her an den Herrn der Ringe erinnert sondern fast eine Landschaft aus dieser Erz├Ąhlung sein k├Ânnte:

Die Stra├če f├╝hrte uns ├╝ber ein starkes Gef├Ąlle und etliche Serpentinen hinab in dieses sch├Âne Tal und durch das Tal hindurch bis nach Flam. Hier gibt es einen richtig sch├Ânen Campingplatz mit netten Betreibern, Einkaufsm├Âglichkeiten und nat├╝rlich die Flambahn, von der gleich noch was folgen wird.Mit einem kleinen Spaziergang und beruhigendem Wasserfall-Gepl├Ątscher oberhalb des Platzes liessen wir den Tag und den Abend in der Sonne sitzend gem├╝tlich ausklingen.

Montag, 30.06.2003

Vor uns lag eine Fahrt mit der Flambahn, da hie├č es fr├╝h aufstehen,
denn wir wollten den ersten Zug um 8.35 Uhr nehmen.
Die Fahrt kostet ca. 25.00 EUR pro Person (Hin und zur├╝ck),
lohnt sich aber auf alle F├Ąlle,
der R├╝ckweg kann mit einer L├Ąnge von wohl ca. 30 -35 km
(wir haben dazu keine Infos gefunden)
auch erwandert werden. Der Weg war w├Ąhrend der Bahnfahrt zu sehen und machte einen gut begehbaren Eindruck.
Hier zun├Ąchst mal ein paar Infos ├╝ber die Flambahn:

...und nat├╝rlich ein Bild von Zug:

Die Fahrt war ziemlich beeindruckend und in Myrdal angekommen, sind wir
noch ein wenig herumgewandert. Wir zeigen einfach mal ein paar Fotos
davon, die mehr sagen als alle Worte:

Nach dem Erlebnis Flambahn ging es weiter ├╝ber die E16 durch den l├Ąngsten Stra├čentunnel der Welt, der sich mit seinen 24,5 km Dunkelheit durch den Berg fri├čt. Die Fahrt hindurch dauert bei 80k/mh ca. 20 min.  und die dunkle Tunnelr├Âhre wird nur ein paarmal durch kleine Lichtoasen unterbrochen, deren Farbspiel der Fahrt fast etwas mystisches gibt.
Danach geht es vorbei an Galdane, einem der ├Ąltesten erhaltenen Bauernh├Âfe Norwegens, von wo aus man den sogenannten Galdane-Pfad wandern kann,der jedoch sehr sehr abenteuerlich aussah.
Jetzt f├╝hrte uns die weitere Fahrt zur Stabkirchen von Borgund, die zusammen mit der Kirche in Urnes zu den ├Ąlstesten erhaltenen
Holzbauten Europas geh├Ârt.
Leider ist es dort meist sehr voll um diese Jahreszeit, soda├č wenig Zeit bleibt, die Einzelheiten dieses sch├Ânen Geb├Ąudes zu betrachten, das eigentlich kaum an ein christliches Gotteshaus erinnert, da es noch sehr viele mystische Holzschnitzereien gibt und Drachenk├Âpfe an den Firstenden.

Dienstag, 01.07.2003

An diesem Morgen ging es dann zur R53 und weiter durch die karge aber beindruckende Hochgebirgslandschaft. In Ovre Ardal sind wir dann auf eine kleine aber mautpflichtige !! Pa├čstra├če abgebogen um den Weg zum Lustrafjord abzuk├╝rzen. Die Stra├če ist, was das Gebirgspanorama angeht ein Erlebnis, aber ganz sicher nichts f├╝r Wohnmobilneulinge und gro├če Mobile. Solche Abk├╝rzungen findet immer nur Kerstin *g*. Zitat:ÔÇŁIch hab da wieder mal was gefundenÔÇŁ. Leider gab es auf dieser eh nicht sonderlich gut ausgebauten Stra├če auch noch eine Riesenbaustelle, die Peter zu dem Satz veranla├čte:ÔÇŁ Jeder, der was auf sich h├Ąlt, sollte schon mal ein 6,50m langes Wohnmobil r├╝ckw├Ąrts den Berg hochgesetzt haben, w├Ąhrend vorn schon fast der LKW schiebt, der vorbei willÔÇŁ

Entlang des Lustrafjords fuhren wir dann nach Gaupne um dort das Gletscherzentrum und die Gletscherzunge NIGARDSBREEN zu besuchen.
Die Zunge geh├Ârt bereits zum JOSTEDALSBREEN, dem gr├Â├čten Gletscher auf dem europ├Ąischen Festland. Er erstreckt sich ├╝ber ca. 1000km┬▓ und hat eine bis zu 500m dicke Eisschicht.
Gletscherwanderung werden hier angeboten.
Zum NIGARDSBREEN kann man auch ├╝ber eine mautpflichtige Stra├če fahren, wir haben uns aber dazu entschlossen, den vom Gletscherzentrum noch ca. 6 km langen Weg zu Fu├č zur├╝ckzulegen. Man kommt hier durch ein Mor├Ąnenfeld, das deutlich zeigt, wie weit sich der Gletscher mal ausgedehnt hat. Die Siedlung Nigard, die dem Gletscher den Namen gab, wurde 1743 von ihm verschlungen. Seit 1750 ist er wieder auf dem R├╝ckzug und der 1, 5 km lange Eisstausee an seinem Fu├č begann sich erst in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts zu bilden.

Mittwoch, 02.07.2003

Heute sind wir leider mit Regen und starker Bew├Âlkung gestartet. Es ging in Richtung Hella und von dort mit der F├Ąhre nach Drasvik. Dort wollten wir eigentlich den Tag verbringen und eine kombinierte F├Ąhr-Bus- und Gletschertour machen, die uns nach Fjaerland gef├╝hrt h├Ątte. Leider haben wir im Touristb├╝ro erfahren, da├č das mit Hund nicht m├Âglich ist und da sie halt ├╝ber mehrere Stunden ging, haben wir den Plan aufgegeben und haben selbst mit dem Auto nach Fjaerland ├╝bergesetzt, was allerdings ein teurer Spa├č war ( ca. 50 EUR).
Wir sind dann dort zum SUPHELLEBREEN gefahren, ebenfalls eine Zunge des JOSTEDALBREEN. Diese Gletscherzunge lag zwar sehr weit oben am Berg, speiste aber einen ziemlich flachen Flu├č, den man mit Gummistiefeln wunderbar betreten konnte, was wir alle, auch unser Max,
sehr genossen haben.Etwa zu dieser Zeit kam auch die Sonne raus
und es wehte ein recht warmer Wind,da war es schon ein komisches
Gef├╝hl, zwischen dem warmen Sommerwind und dem eiskalten
Gletscherwind zu stehen, denn die Windrichtung drehte in diesem Tal doch m├Ąchtig.

Die Sonne schien mittlerweile richtig kr├Ąftig und so haben wir auf dem weiteren Weg erstmal an einem See-Badestrand haltgemacht und uns in der Sonne geaalt. Es war richtig sch├Âner Sandstrand, der Vorteil war nur, wir waren ganz allein *g*.

Donnerstag, 03.07.2003

Jetzt geht es auf in die Gro├čstadt, denn an diesem Tag ging es nach Bergen, da├č wir gegen Mittag erreichten. Nach einer recht abenteuerlichen Suche nach einem Campingplatz fanden wir schlie├člich den Reisemobilplatz mitten im Zentrum, der eigentlich f├╝r die Stadtbesichtung sehr zu empfehlen ist, nur sch├Ân ist er nun wirklich nicht.
Nach einer kurzen Ruhepause haben wir uns dann die Innenstadt von Bergen angesehen und uns zu Fu├č die ca. 4 km zum Ulriken,
einem der Hausberge Bergens aufgemacht. Nachdem wir den Berg schon halb erklommen hatten, kam dann auch endlich die
Talstation der gesuchten Seilbahn.
Von dort soll man auch sehr gut wieder nach unten laufen k├Ânnen oder ├╝ber einen der anderen Berge den Abstieg angehen k├Ânnen,
wir haben es aber nicht ausprobiert.
Hier mal Bilder von Bergen, einschlie├člich des Sonnenunterganges im Hafen, der so gegen 24 Uhr stattfand:

Freitag, 04.07.2003

Nachdem wir am Vomittag noch eine Bootstour durch die Fjordwelt vor Bergen gemacht haben, die unserem Traum, nochmal irgendwann vor Norwegens K├╝ste zu segeln, wieder neue Bilder gab, teilten wir uns auf, um das Wohnmobil startklar zu machen und noch eine Runde ├╝ber den Fischmarkt von Bergen zu drehen.

Man kann dort fast alles kaufen was das Touristenherz begehrt *lach*
aber auch sehr gut frischen Fisch und allerlei anderes Meeresgetier.

Um 16.20 Uhr haben wir dann Bergen wieder verlassen, weil es uns wieder in Stille dieses herrlichen Landes zog. Bergen war uns schon fast wieder zu laut. ├ťber die E16 und die R7 ging es zur├╝ck auf die R49,
die uns den Hardanger-Fjord entlang, bis Malkenes..
Hier haben wir dann noch Walderdbeeren gefunden, die ja in unseren ruhrgebietlichen Breitengraden nicht gerade h├Ąufig zu finden sind *g*.

Samstag 05.07.2003

Diese leckeren Fr├╝chte mu├čten nat├╝rlich nach einem ausgiebigen Fr├╝hst├╝ck erst einmal gepfl├╝ck werden. Aber danach haben wir uns so gegen
10.00 Uhr auf den Weg gemacht.
Es ging die R49 entlang bis Hodanes, dort mit der F├Ąhre weiter nach Jektevik zur E39 und bei Vag auf die E134, wo es dann bei Knapphus Zeit f├╝r eine Mittagspause war. Unsere weitere Strecke f├╝hrte uns ├╝ber die R46 bis zur F├Ąhre Ropeid - Sand und dann auf der R13 weiter ├╝ber Tun bis zum Preikestolen, unserem n├Ąchsten auserkorenen Ziel. Als wir jedoch dort auf den Parkplatz kamen, war es so voll, da├č wir das Erklimmen dieser Felskanzel allerdings auf den n├Ąchsten Tag verschoben haben.

Sonntag, 06.07.2003

So fr├╝h als m├Âglich brachen wir also wieder auf, um den
Preikestolen zu besteigen.Es ist ein ca. 3,8 km langer Fu├čmarsch bis zur Kanzel und dabei sind 334 H├Âhenmeter zu ├╝berwinden. Nach ca. 500 m des Weges standen wir Flachlandtiroler schon kurz vor der Aufgabe, aber diesmal hatten wir Ehrgeiz und krabbelten weiter die Felsen hoch.
Wer nicht gut zu Fu├č ist, sollte sich lieber mit einer Ansichtskarte des Preikestolen begn├╝gen, denn einige Teilst├╝cke des Weges
hatten es doch in sich.
P├╝nktlich auf den letzten paar hundert Metern riss der Himmel auf und die Sonne schob sich durch den Fr├╝hnebel, so da├č das letzte St├╝ck des Weges schon mit herrlichen Aussichten ├╝ber die Landschaft gekr├Ânt war.

Als wir gegen 12.00 die Felsenkanzel erreichten, war es dort auch noch verh├Ąltnism├Ą├čig leer und drei tapfere Krieger genossen die Ruhepause auf der Kanzel mit ihrem wundervollen Ausblick ├╝ber den Fjord.
Nach ca. 1 Stunde machten wir uns dann langsam wieder an den Abstieg, wobei uns jetzt schon wahre V├Âlkermassen entgegenstr├Âmten.
Um 14.30 Uhr erreichten wir ersch├Âpft und bis auf ein paar kleinere Macken auch wieder heile unser Wohnmobil.
Wir k├Ânnen nur jedem raten, dieses Ziel auf einer Norwegenreise anzusteuern und den Weg auf sich zu nehmen, dort rauf zu kraxeln.
Es lohnt sich wirklich !

Als krassen Gegensatz zu diesem Anstieg fuhren wir dann weiter zu Norwegens l├Ąngstem Sandstrand. Dieser Landschaftswechsel innerhalb von kurzer Distanz und Zeit war ebenfalls beeindruckend.
Leider war es viel zu windig um dort ein wenig in der Sonne zu liegen, und so ging es auf der K├╝stenstra├če, der R44, mit teilweise guter Aussicht aufs Meer noch ein St├╝ck weiter bis zur n├Ąchsten ├ťbernachtungsm├Âglichkeit.

Montag 07.07.2003

An diesem Tag ging es nur auf eine kurze Tour weiter in den niedlichen kleinen Ort Flekkefjord. Das kleine St├Ądtchen ist recht malerisch und lohnt einen Bummel. Es gibt hier eine Draisinenbahn, bei der man jedoch im
Vorfeld buchen mu├č, also nichts f├╝r einen Spontanentschlu├č.

Von hier ging es dann nur noch ein klein wenig weiter zu einem Campingplatz in Egenes, der an einem See s├╝d├Âstlich hinter Flekkefjord liegt.
Hier haben wir einen ganz gem├╝tlichen Nachmittag und Abend verbracht.

 

Dienstag 08.07.2003

Es ging heute weiter zur s├╝dlichsten Spitze Norwegens, dem Leuchtturm auf Kap Lindesnes. Die Stra├čenbeschaffenheit hier im S├╝den ist weitaus schlechter als etwas weiter n├Ârdlich, und wer keine Lust auf abentteuerliche Fahrten ├╝ber Schotterpisten hat, sollte auf den Hauptverkehrsstra├čen bleiben.
Um 13.30 Uhr erreichten wir unser Ziel, das nat├╝rlich, wie fast alles, was touristischen Zwecken dienen kann, auch Eintritt kostet.
Allerdings wird hier der Erhalt dieses nicht mehr genutzten Leuchtturms damit finanziert und das Geld ist gut angelegt.

Das Gel├Ąnde rund um den Leuchtturm ist wirklich sehr sch├Ân und man kann sehr viel Zeit damit verbringen zwischen den Klippen umherzuklettern und die Aussicht aufs Meer und die Brandung an den Felsen genie├čen.

Um 15.30 Uhr brachen wir dann auf, um langsam ein Nachtquartier zu finden,
aber an einem v├Âllig leeren Badestrand (Sandstrand) an einem See konnten wir nicht vorbeifahren. Bei sonnigen 26 Grad haben wir uns erstmal noch zwei Stunden dort niedergelassen.

Mittwoch 09.07.2003

Dieser Tag stand ganz im Zeichen von
ÔÇťDer Suche nach dem ElchÔÇŁ.

Auch in diesem Urlaub in Skandinavien scheint uns nicht das Gl├╝ck hold zu sein, diesen angeblich so oft vorkommenden Tieren zu begegnen.
Wir halten so langsam alle f├╝r eine L├╝ge *grins*.

Was wir alles heute veranstaltet haben, einem dieser Tiere zu begegnen,
lassen wir lieber unser Geheimnis bleiben, damit wir uns nicht v├Âllig blamieren.
Nur soviel noch.... es war erfolglos *g*

Donnerstag, 10.07.2003

Start in Richtung Skien war heute um 9.30 Uhr ├╝ber die R41, R38 und R353.
Von hier aus kann man eine Bootstour auf dem Telemarkkanal starten.

Der Telemarkkanal ist 105 km lang und 8 Schleusen, von denen die gr├Â├čte ├╝ber 5 Schleusenkammern verf├╝gt, insgesamt sind es 18 Kammern, die den H├Âhenunterschied von 72 m meistern.
Fr├╝her wurde der Kanal, der die Sch├Ąrenk├╝ste bei Skien mit der Gebirgsstadt Dalen verbindet zum Fl├Âssen von Baumst├Ąmmen genutzt, heute steht er nur noch im Dienst des Tourismus.

Die historischen Schiffe von 1882 ben├Âtigen 11 Stunden f├╝r die Strecke nach Dalen, man kann aber auch zwischendrin aussteigen und mit dem Bus zum Ausgangsort zur├╝ckkehren. Die Fahrt kostete in diesem Jahr schon 495 Kr. pro Person. Es war im ├╝brigen anhand der Aush├Ąnge nicht feststellbar, ob Hunde mit auf diese historischen Schiffe d├╝rfen. Da h├Ątte wahrscheinlich nur fragen in der Touristinfo geholfen. Da wir jedoch so langsam mit unserer Urlaubskasse haushalten mu├čten, war uns die Tour zu teuer,
soda├č wir nicht gefragt haben.
So haben wir uns entschlossen dem Schiff mit dem Wohnmobil von Schleuse zu Schleuse vorauszufahren und es dort zu erwarten.
Den Rest des Tages verbrachten wir in Skien mit bummeln und fuhren dann noch weiter zu einem wirklichen Mini-Camping mit Hanglage *g*.
Hier verbrachten wir die Nacht, um dann am n├Ąchsten Tag um 9 Uhr mit dem Schiff gemeinsam aufzubrechen.

Hier ein Eindruck von Skien

Freitag, 11.07.2003

Nach einem etwas versp├Ąteten Start in den Tag haben wir es dennoch geschafft, das Schiff um 11.00 an der 1. Schleuse in Ulefoss zu erreichen.
Wie geplant folgten wir ihm entlang der Schleusen.
Bei Vrangfoss, der gr├Â├čten Schleuse, waren wir beeindruckt von den 5 Staustufen, denn erw├Ąhneswert ist, das alle Schleusen noch per Hand vom Schleusenpersonal bedient werden.
Der Kanal ist im ├╝brigen auch von der normalen Sportschifffahrt nutzbar.
Nach Schleuse Nr. 8 bei Hogga haben wir den Kanal verlassen und uns mal wieder auf die Suche nach dem Elch gemacht.

Wir wechselten auf die andere Kanalseite, um dort auf eine schlecht befahrbare Waldstra├če in Richtung Sjedal abzubiegen.

UND:

wir wurden belohnt
hier ist er:

Samstag, 12.07.2003

Die Reise f├╝hrte heute weiter nach Heddal (an der E134 kurz vor Notodden), um die gr├Â├čte noch erhaltene Stabkirche Norwegens zu besichtigen.
Es ist schon ein pr├Ąchtiges Geb├Ąude, diese Kirche, aber leider ist von dem mittelalterlichen Interieur nicht mehr viel erhalten, da die Kirche zweimal restauriert wurde. Beindruckend ist jedoch das Altarbild, von dem es leider kein Foto gibt, da im Inneren der Kirche das Fotografieren verboten ist.

Wir haben den Tag aberundet mit einem Waldsparziergang bei Siljan, dort gibt es einen Elchlehrpfad, der allerdings nichts ├╝ber Elche aussagt, was man nicht eh schon wei├č, wenn man nach Skandinavien f├Ąhrt.
Zum Spazieren ist der Wald mit den gut ausgeschilderten Wanderwegen jedoch ideal.

Sonntag, 13.07.2003 bis Dienstag 15.07.2003

Wie man schon der ├ťberschrift entnehmen kann, geht unser Urlaub nun langsam dem Ende zu. Wir haben uns am Sonntag schon mal wieder ├╝ber den Oslofjord - Tunnel Richtung Schweden aufgemacht, uns jedoch irgendwo verfahren und die Grenze auf einem recht abenteuerlichen, aber video├╝berwachten Waldweg passiert.

Nach ├ťbernachtung auf einem sehr vollen, aber guten Campingplatz in H├Âgs├Ąter ging es dann bei strahlendem Sonnenschein unaufhaltsam Richtung Heimat. Wir k├Ąmpften uns bei dem hei├čen Wetter ohne Klimaanlage ├╝ber die Autobahn Richtung Malm├Â, um wiederum die ├ľresundbr├╝cke zu passieren.

SKANDINAVIEN ADE... WIR KOMMEN WIEDER !!!

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