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Bretagne 2008

Vom 30.04. bis 14.05.2008 ging unsere Reise erneut in die Bretagne. Viele andere Ziele waren vorab im Gespräch, aber irgendwie zog es uns nochmal dorthin. Es war ja noch einiges offen von der letzten Tour, die ja nur eine Woche dauerte und lediglich einen kurzen Eindruck dieses schönen Fleckchens Erde beschert hatte.

Detailinfos ĂĽber die Bretagne gibts in unserem Bericht von 2006.

Mittwoch, 30.04.2008 

Nach einem halben Tag Arbeit wurde noch schnell der PKW zur Inspektion gebracht und dann ging es los..endlich Urlaub !
Eigentlich kamen wir gut durch, Stau gab es trotz des möglichen langen Wochenendes keinen. Kurz vor Aachen bemerkten wir jedoch, dass es aus dem Einfüllstutzen unseres Wassertankes doch erheblich tropfte:
Wir hatten vergessen, den Tankdeckel wieder draufzuschrauben…!!
 Das fĂĽhrte dann dazu, dass wir gut eine Stunde einen Zubhörhändler gesucht haben, wo wir dann natĂĽrlich auch nur einen kompletten Stutzen erwerben konnten. Zum GlĂĽck den gleichen, den wir auch haben, sodass wir nur den Deckel verwenden konnten.

Jetzt ging es endlich weiter. Zum GlĂĽck waren die Autobahnen immer noch leer und wir kamen auf unserer ersten Etappe gut voran. Irgendwo unterwegs stoppten wir noch, um eine Kleinigkeit zu essen und erreichten gegen 22.00 Uhr dann Aumale, dass wir als Stellplatz fĂĽr die Nacht vorgesehen hatten.

wäre nicht die Baustelle gewesen, ist das ein netter Platz mit Blick auf das örtliche Freibad

Donnerstag, 01.05.2008 

Ziemlich frĂĽh wurden wir beide wach und die Fahrt wurde fortgesetzt. Zum GlĂĽck gab es keine weiteren Vorkommnisse und wir erreichten unser erstes Ziel in der Bretagne, die Stadt Fougeres. Unser Navi, dem ich vorab die Stellplätze beigebracht hatte, schickte uns rechts der StraĂźe auf einen Asphaltparkplatz. Dieser sah reichlich uneben und schräg aus und war auĂźerdem mit einigen Reisebussen besetzt.
Links der StraĂźe hatten wir jedoch einen Schotterparkplatz ausgemacht, auf dem schon ein paar Reisemobile standen. Dort richteten wir uns also dann auch ein. Nach einer Ruhepause drehten wir eine kleine Runde rund um das SchloĂź, brachten in Erfahrung, dass der Hund mit hineindurfte und freuten uns somit auf den morgigen Tag.
Gegen abend verließ dann ein Mobil nach dem anderen den Platz, sodass wir nur noch ganz allein da standen, was uns dann wieder zu denken gab. Wir hatten jedoch kein Schild gesehen, dass man dort nicht übernachten durfte und so blieben wir einfach da. Später in der Nacht kam dann doch noch ein zweites Wohnmobil dazu.

das ist der Stellplatz

SchloĂź Fougeres bei Nacht

Freitag, 02.05.2008 

Als wir wach wurden, hatte der FrĂĽhnebel noch den ganzen Ort umhĂĽllt. Wir frĂĽhstĂĽckten also in aller Ruhe und stellten bei der Hunderunde fest, dass es sogar eine Ver- und Entsorgung auf dem Platz gab, die wir tags zuvor gar nicht bemerkt hatten. Also konnten wir ja nicht falsch gestanden haben.
Als zumindest schon mal das Schloß wieder vom Nebel freigegeben war, machten wir uns auf, dieses zu besichtigen. Es handelt sich dabei nur noch um eine Ruine, in dessen Überresten man wunderbar umherklettern kann und sich die einstige Pracht vorstellen kann. Danach machten wir uns auf den sehr nett angelegten und gut ausgeschilderten Rundgang durch die Stadt, die oberhalb des Schlosses auf dem Hügel liegt. Hier kann man die Sehenswürdigkeiten der Stadt in aller Ruhe abklappern. Dazu gehört noch ein alter Wehrturm, der von unten größer wirkte, als er dann wirklich war und die Kirche St. Leonhard, die von unten so aussieht, als throne sie über dem Schloss. Sie ist von innen erstaunlicherweise sehr schlicht gehalten, hat aber sehr schöne bunte Kirchenfenster. Direkt hinter der Kirche schließt sich der Jardin du Public an, in den Hunde leider nicht hinein dürfen. Wir teilten uns daher und Peter ging mit Max aussen herum und ich durch den Garten, der ansprechend angelegt ist. Von dort hat man auch schöne Aussichten auf das Tal und das Schloß. Nach guten vier Stunden hatten wir in der kleinen, sehr malerischen Stadt alles gesehen was wir wollten und erreichten wieder unser Auto

Da es noch relativ früh war, nahmen wir noch das nächste Etappenziel,
den Foret de Paimpont in Angriff. Diesen erreichten wir dann am späten Nachmittag. Der dortige Stellplatz war schon komplett belegt und so fuhren wir auf den Camping Municipal. Nachdem wir uns häuslich niedergelassen hatten, drehten wir noch eine Runde durch den kleinen Ort, warfen einen Blick auf die Abtei, die uns aber nicht sonderlich reizte und versuchten in der Touristinfo herauszufinden, ob es eine Wandermöglichkeit zum Val sans retour gab. Dies scheiterte aber entweder an meinem noch nicht sehr gebrauchsfähigem Französisch oder daran, dass die nette junge Dame nicht glauben konnte, dass wir wirklich soweit laufen wollten. Jedenfalls gab es nur eine Erklärung fĂĽr die Fahrt mit dem Auto. Wir nahmen die Hinweise erstmal dankbar mit und wollten in Ruhe ĂĽberlegen, wie wir das ganze am morgigen Tag den nun angehen wollten. Als wir dann jedoch feststellten, dass wir das Netzteil fĂĽr unseren Laptop zu Hause gelassen hatten (sehr geschickt ;-) ), waren die Pläne recht schnell klar. Zunächst stand dann nämlich erstmal an, ein solches zu besorgen, da Peter noch ein wenig zu arbeiten hatte. 

Samstag, 03.05.2008 

Der Campingplatz kostete inclusive Ver- und Entsorgung, die mit 3 € recht teuer zu Buche schlug, 15 €. In der Bretagne (vielleicht auch in ganz Frankreich) ist es üblich, daß die Campingplätze Einzeltarife für Personen, Stellplatz, Strom, Hund, Ver- und Entsorgung usw. haben. Ein wie ich finde sehr transparentes System.
Zunächst fuhren wir also erstmal zurück nach Rennes, das als Großstadt die besten Aussichten für ein Netzkabel bot. Bei der Teilrundfahrt um die Peripherie entdeckten wir jedoch nicht einen einzigen Laden, der unserem Media-Markt oder Saturn ähnlich wäre. Schließlich fuhren wir in die City und erstanden in einem winzigen Computergeschäft nach einigem hin und her ein gebrauchtes Netzteil. Unser erstes Tagesziel war somit erreicht.
Es ging zurück zum Foret de Paimpont und nun auch gleich zum Parkplatz am Val sans retour. Erschrocken über die Menschenmassen, die dort aufliefen, suchten wir uns einen Parkplatz. Wir beschlossen, trotzdem eine kleine Tour zu machen, was sich im Nachhinein als sehr gute Idee erwies. Bis zum goldenen Baum, der als Mahnmal für Camper und Zelter stehengelassen und golden angemalt wurde, war der Weg gut ausgebaut. Camper hatten wir vor einigen Jahren einen Waldbrand verursacht und diesem einzigartigen Lebensraum großen Schaden zugefügt. Danach schlängelte sich der Weg entlang eines Baches, den man hin und wieder auch überqueren musste, was an einer Stelle dazu führte, dass ich mir ein kleines Bad gegönnt habe. Um zum Parkplatz zurückzukehren, musste man noch einen kleinen Berg erklimmen entlang dessen Kuppe der Weg zurück zum goldenen Baum führte. Der Parkplatz war noch immer brechend voll und wir waren auch nicht sicher, ob man hier übernachten durfte und so fuhren wir noch weiter zum nächsten Ziel, nach Locmariaquer an die Atlantikküste.

der “Goldene Baum”
bis hierher strömten die meisten Besucher,
danach wurde es deutlich leerer im Tal.

das war noch vor dem Bad ;-)

Blick vom Berg ins Tal

Der anvisierte Stellplatz war wegen Überfüllung geschlossen und nachdem uns auch noch anweisen wollte, wo wir uns denn hinzustellen hätten, damit jemand, auf den man noch wartete, auch noch Platz fände, kehrten wir dem Stellplatz den Rücken. Die Fahrt entlang des wegen des guten Wetters sehr vollen Strandes nahm uns irgendwie die Hoffnung auf einen ruhigen Tagesausklang mit Blick aufs Meer. Der zweite Stellplatz erwies sich nur als Serviceareal für Wohnmobile direkt vor einem Campingplatz, der aber auch schon sehr voll war. Das lange Wochenende und das gute Wetter hatte wohl alle Camper aus ihren Löchern gelockt. Zum Glück hatte ich noch einen CP etwas weiter vom Strand weg im Petto, den wir dann ansteuerten und auf dem wir für 9 € eine günstige und ruhige Nacht verbrachten.
Vorab stellten wir jedoch noch fest, dass unser Kabel fĂĽr den Sat-Reciever auch zu Hause liegt, sodass Fernsehen in diesem Urlaub auch ausfiel… jeden Tag was Neues.. 

Sonntag, 4.5.2008 

Das Wetter ließ sich zunächst nicht so gut an, sodass wir die eventuell geplante Rundfahrt mit dem Schiff auf dem Golf du Morbihan, direkt wieder ausser Acht liessen.Wir suchten also nur noch die Site de Megalithe, die im Reiseführer als zweitbeste nach der in Carnac angepriesen wurde. Wir hatten Glück, denn an diesem Sonntag war der Eintritt, der sonst 5 € für Erwachsene kostet, frei. Das war wirklich Glück, denn die Ausstellung ist doch sehr übersichtlich, im Gegensatz zu der in Carnac, der wir bei der ersten Bretagnetour einen kurzen Besuch abgestattet hatten. Alles in allem brauchten wir ca. 45 min. für den Besuch. Da uns der Ort sowieso irgendwie verleidet war, suchten wir noch nach einem möglichen Ziel.

Das Wetter sah immer noch sehr unbeständig aus und so nahmen wir Port-Louis
in unsere Reise mit auf, denn dort sollte es ein Marinemuseum in einer alten
Zitadelle geben.
Wir erreichten einen Stellplatz am Hafen am frĂĽhen Nachmittag.
Das Wetter war inzwischen besser und wir machten noch einen Rundgang durch das kleine, niedliche Städtchen, in dem es an jeder Ecke erlaubt zu sein schien, mit Wohnmobilen zu übernachten.
Den Besuch des Museums planten wir dann für den nächsten Tag ein
.

unser Stellplatz in Port-Louis

Blick auf die Zitadelle

Montag, 05.05.2008

Strahlender Sonnenschein weckte uns. Eigentlich kein Wetter fĂĽr einen Innenausflug, aber wir wollten nun mal beide gerne in das Museum und so besuchten wir denn dann auch die Zitadelle. 5,50 € Eintritt pro Person sind hier völlig gerechtfertigt gewesen, denn darin ist sowohl der Besuch der gut erhaltenen Zitadelle sowie der beiden Museen, die sie beherbergt, enthalten. Das Marinemuseum beschäftigt sich mit der Geschichte der Seenotrettung in Frankreich, der Ausstattung alter Segelschiffe, der Bergung von Schätzen versunkener Schiffe und  bietet reichlich Modelle und audiovisuelle Elemente.

Die zweite Ausstellung beschäftigt sich mit der Geschichte der Ost-Indien-Kompanie, zeigt Schiffsmodelle, Handelswaren und Ähnliches aus diesem Bereichen. Sie ist etwas kleiner als das Marinemuseum, aber auch sehr interessant. Außerdem kann man noch einen großen Teil der Zitadelle erkunden und herrliche Ausblicke auf die Bucht von Lorient genießen. Wir benötigten rund zwei Stunden für den Besuch, Hunde dürfen leider nicht mit. Einzige Ausnahme bildet der Schlosshund, der die Festung bewacht.
Wir setzten danach unsere Fahrt weiter fort und landeten am Nachmittag auf dem Campingplatz „Moulin d´Aurore“ in Concarneau. Die Sonne scheint eifrig und faulenzen war angesagt. Der Platz ist schön angelegt und ruhig etwas oberhalb der City gelegen
.

der Innenhof der Zitadelle

eine Draufsicht der Zitadelle -
abfotografiert von einem Poster in der Ausstellung

ein Teil der ausgestellten Schiffsmodelle

Der Wachhund

Dienstag, 06.05.2008

Der Morgen verlief ziemlich diesig und das Meer sowie die Stadt waren vom Campingplatz aus fast nicht zu sehen. Nichts desto trotz machten wir uns auf den Weg hinunter in die Stadt. Nach einer guten halben Stunde Weg entlang des Strandes erreichten wir die „Ville close“, die von hohen Stadtmauern umgebene Altstadt, die mitten im Hafenbecken liegt. Innerhalb der wehrhaften Mauern reihen sich Restaurants an Souvenirgeschäfte, aber das war nicht anders zu erwarten.
Die Altstadt ist aber auf jeden Fall wegen ihrer kleinen, niedlichen Häuschen und dem Rundgang über die Stadtmauer sehenswert.
Verläßt man die  â€žVille close“, findet man rund um den Hafen ein paar kleine Geschäfte und Restaurants, alles ganz hĂĽbsch anzusehen. In der Tourist-Info, die ebenfalls direkt am Hafen liegt, finden wir ein Prospekt ĂĽber die Inseln Ouessant und Molene, was uns ausgesprochen neugierig macht.
Nach gut 3 Stunden zu Fuß erreichen wir wieder unseren Campingplatz. Mittlerweile scheint die Sonne kräftig vom Himmel und der Nachmittag wird wieder zum Faulenzen genutzt.

Eingang zur “Ville close”

Blick ins Innere von der Stadtmauer

Blick ĂĽber den Jachthafen auf die Stadt

Mittwoch, 07.05.2008 

Nachdem wir erstmal ein wenig Hausputz gemacht haben, verlieĂźen wir  bei gutem Wetter den Campingplatz in Richtung Penmarc´h, dass wir gegen Mittag erreichten.
Die beiden Stellplätze sagten uns nicht zu, diesmal nicht aufgrund der FĂĽlle, sondern aufgrund ihrer Lage. Also machten wir uns auf die Suche nach einem Campingplatz. Der Camping municipale öffnete erst Mitte Juni, und so fuhren wir weiter zum Camping „les sable blanc“, der direkt am Strand liegt. Das Wetter war immer noch herrlich und so wanderten wir entlang dem Strand in Richtung des Leuchturms EckmĂĽhl, einem      65 m hohen UngetĂĽm. Dieser liegt vom Campingplatz ca. 5 km entfernt, lässt sich aber auf dem Wanderweg gut erreichen. Den RĂĽckweg traten wir durch die Dörfer und Penmarc´h an, wo wir noch etliche Fotos von der fĂĽr uns sehr hĂĽbschen Kirche machten. Leider konnte man nicht hinein. Auf 2 – 3 Stunden – Märsche eingeschossen, erreichten wir auch diesmal wieder nach gut dieser Zeit unser Tagesdomizil.
Der Rest des Tages wurde in der Sonne genossen.

Blick auf den Leuchtturm vom CP aus

hier waren wir dann schon etwas näher dran...

und hier dann ganz nah...

Blick auf´s Meer vom Leuchtturm aus

die Kirche von Penmarc´h

am menschenleeren Strand vor dem CP

Donnerstag, 08.05.2008

Da uns der Gedanke, die beiden Inseln Ouessant und Molene zu besuchen, nicht mehr losließ, beschlossen wir, das ursprünglich geplante Ziel Pointe du Raz nicht in Angriff zu nehmen, und nach Camaret-sur-Mer zu fahren, von wo das Schiff zu den Inseln ablegen sollte. Leider war das Wetter heute ausgesprochen bescheiden, denn es regnete in Strömen. Gegen Mittag erreichten wir Camaret und mussten feststellen, wir sind immer noch in der absoluten Vorsaison, denn das Schiff fuhr nur mittwochs vormittags…und heute war schließlich Donnerstag. Tja, wäre sicher schön gewesen auf den Inseln, es ließ sich aber auch nicht feststellen, ob es noch andere Möglichkeiten gegeben hätte. Die Tourist-Information war natürlich ausgerechnet heute nur vormittags geöffnet. Leider ist unser Französisch auch nicht so gut, dass wir uns getraut hätten, die Schifffahrtsgesellschaft anzurufen, wie die Abfahrten in Le Concuet und Brest waren. Dort wollten wir dann aber nicht auf Verdacht auch noch hinfahren und beschlossen, dann doch zum
Pointe du Raz zurückzufahren. Die Stellplätze an der Kirche und am Stadion gefielen uns mal wieder nicht, vielleicht sind wir inzwischen zu sehr von Skandinavien verwöhnt, was das freie Stehen angeht.
Wir nahmen doch den Groß-Parkplatz am Pointe du Raz in Angriff, der laut unserem, jedoch 3 Jahre alten Stellplatzführer, noch kostenfrei sein sollte. Das war natürlich weit gefehlt, denn dort kassierte man schon fröhlich die 10 € Übernachtungsgebühr. Ziemlich frustriert von dem zurückliegenden Tag, beschlossen wir trotzdem zu bleiben, obwohl alles in dichtem Nebel lag.Die Wohnmobile kuschelten sich auch schon aneinander, um sich zu wärmen *seufz*.
Wir marschierten den knappen Kilometer zum Aussichtspunkt mit und entgegen vielen anderen Besuchern, was natĂĽrlich unserer Begeisterung keinen Auftrieb gab. Sehen konnte man aufgrund des Nebels fast nichts und so hielten wir uns auch nicht lange auf.
Am Abend klarte es jedoch mächtig auf und die Sonne kam sogar noch hervor. So gingen wir nach dem Abendessen noch mal hinauf und wurden für den ziemlich blöden Tag entschädigt. Aus Sonnenuntergangsfotos wurde zwar leider nichts, da noch ein paar Wolken am Himmel waren, aber es war herrlich ruhig und fast menschenleer, sodaß man noch ein wenig auf den Klippen herumturnen und das Abendlicht genießen konnte. Wir beschlossen, am nächsten morgen ziemlich früh noch einmal in die Klippen aufzubrechen und ein wenig zu wandern.
Doch noch für den Tag entschädigt, gingen wir zufrieden ins Bett
.

Freitag, 09.05.2008 

Regentropfen, die an die Fenster klopften, machten den frühen Ausflug in die Klippen des Pointe du Raz zunichte. Da man mal wieder nichts sehen konnte, außer grau in grau, beschlossen wir die Weiterfahrt. Als nächstes Ziel hatten wir uns den „Foret de Huelgaut“ ausgesucht.
Die ganze Fahrt plätscherte es fröhlich vor sich hin, erst als wir ca. 10 km vor dem Ziel waren, hörte es auf. Um 14.00 Uhr erreichten wir den dortigen Campingplatz, der etwas ausserhalb des Ortes liegt (der CP im Ort direkt am See war noch geschlossen, sah aber sehr nett aus). Hier stehen wir nun mitten im Wald und vor allem den ausgesuchten Zielen im Foret näher, als auf dem Stellplatz, den es direkt in der Stadt mit Blick auf den See auch noch gibt. Die Sonne versuchte sich durch die Wolkendecke zu kämpfen, mal sehen, was der Nachmittag noch bringt.

 Die Sonne hatte ihren Kampf leider nicht gewinnen können, und so beschlossen wir den Waldspaziergang auf den nächsten Tag zu verschieben und machten uns einen ruhigen Nachmittag.

Samstag 10.05.2008

Dem noch leicht diesigen Morgen war anzusehen, das aus ihm ein sonniger Tag werden würde. Der Entdeckung der legendären Plätze aus der Artus-Sage stand also nichts mehr im Weg. Wir buchten den Platz noch für eine zweite Nacht und erstanden dabei auch gleich eine kleine Wanderkarte der Umgebung.
Danach fuhren wir kurz in die Stadt zurück um unsere Vorräte aufzufüllen und danach starteten wir durch in den Wald, der mit einer Legende von Feen, Zauberern und König Artus versehen, doch gleich romantischer und aufregender wirkte, als jeder andere Mischwald ;-).
Als erstes folgten wir dem Lauf des Riviere d´argent (Silberfluss) zum Meer der Feen und danach direkt weiter zu Le Gouffre, einer sich durch hohe Steine hinabstürzenden Stromschnelle.
Der Legende nach hat hier eine Fee ihre Liebhaber am Morgen “danach” versenkt.
Das können keine groß gewachsenen Kerle gewesen sein
.

der Riviere d´argent

Le Gouffre

Le Gouffre, die zweite

Der weitere Weg führte uns dann noch am Wildschweinmeer und an der Artus-Grotte (was man so Grotte nennt) vorbei, in der König Artus angeblich noch immer schläft. Wir waren auch hübsch leise und haben ihn nicht geweckt.
Danach ging es dann wieder auf dem Weg an Le Gouffre vorbei zurück zum Campingplatz. Alles in allem waren es ca. 6 – 8 km zu laufen, eine entspannte Variante, den sagenumwobenen Wald zu erkunden.

Huelgoat ist ein kleines beschauliches Städtchen mit See, an dem auch ein Wohnmobilstellplatz ist.
Eine nette Gegend und schöne Abwechslung zur Küste.
.

die Artusgrotte

Sonntag, 11.05.2008

Wir hatten uns ĂĽberlegt, uns langsam aber sicher nach Hause zurĂĽckzuhangeln, dann brauchten wir nicht so viel Strecke an einem Tag zurĂĽckzulegen. So hatten wir als heutiges Tagesziel dann das Cap Frehel ausgesucht, dort hatten wir bei unserem letzten Bretagnebesuch einen schnuckeligen Stellplatz direkt am Meer, wo man wunderbar zu einer sandigen Bucht hinabsteigen konnte. Genau das richtige fĂĽr das herrliche sonnige Wetter dieses Tages.
Die Fahrt dorthin ließ sich gut an, doch die zunehmende Zahl an Wohnmobilen ließ uns nichts Gutes ahnen. Auf der Küstenstraße, an der der Stellplatz liegt, war es brechend voll, fast jeder Teil des Seitenstreifens war schon zugeparkt, und über dem Hügel, der vor dem Stellplatz liegt, blitzten uns schon jede Menge Wohnmobildächer entgegen. Dort war auch nicht ein kleines winziges Schlupfloch mehr… Der angrenzende Campingplatz war leider noch geschlossen und der Stellplatz am Leuchtturm sah auch nicht besser aus als der andere vorher.
So hangelten wir uns eine KĂĽstennase weiter nach
St. Cast-le- Guildo und erklommen dort einen HĂĽgel, auf dem wir einen kleinen, aber hĂĽbschen Campingplatz fanden, mit direktem Blick auf die Buch und auf Fort La Latte.
Wir spazierten noch ein wenig ĂĽber den direkt am Platz herfĂĽhrenden KĂĽstenwanderweg und machten es uns ansonsten in der Sonne gemĂĽtlich
.

Blick auf Fort La Latte

Ankerbucht vor dem Ort

ein richtiger Sonnenuntergang hat nicht sollen sein...

Montag, 12.05.2008

Immer noch das Ziel vor Augen, näher nach zu Hause zu kommen, verliessen wir heute die Bretagne in Richtung Normandie.
Das Wetter war noch mal herrlich und wir wollten gerne noch Mal das Meer sehen.
Also suchten wir entlang der KĂĽstenstraĂźe hinter Caen nach einem geeigneten Stell- oder Campingplatz, was gar nicht so einfach war. SchlieĂźlich wurden wir in Berniere sur Mer fĂĽndig.
Unser erster 4-Sterne-Platz und damit auch der teuerste mit 24 EUR,
aber egal…das gönnten wir uns heute.

Nachdem wir unseren Stellplatz in Beschlag genommen hatten,tingelten wir los in Richtung Strand. Am Stadtstrand war es, wie fast nicht anders zu erwarten, nicht erlaubt, den Hund mitzunehmen, aber direkt gegenüber unseres Campingplatzes gab es einen Zugang zu den Dünen. Hier waren einige Spazierwege und Strandzugänge, wo auch das Hundetier mal im Meer baden durfte. Wir machten noch einen Strandspaziergang und beobachteten fasziniert, wie die einsetzende Flut eine Sanddüne im rasenden Tempo umspülte. Wir sahen dann zu, das wir Land gewannen, eh auch wir vom Wasser eingeholt wurden. Den Rest des Nachmittags verbrachten wir mit faulenzen am Wohnmobil.

Morgen werden wir schon nach Belgien reinfahren und ĂĽbermorgen ist auch dieser Urlaub leider wieder zu Ende. Landschaftlich war auch diesmal die Bretagne wieder sehr reizvoll, aber ich glaube, wir werden es dann doch wieder im April oder erst im Oktober irgendwann wieder mal probieren, wenn es wieder leerer ist. Oder wir biegen etwas eher von der Autobahn ab und bleiben in der Normandie, die auch einen sehr reizvollen Anblick machte
.

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